Press Releases

< All 2016 Articles

Zeitmaschine Kirchenbücher

Ancestry.de stellt mit den evangelischen Kirchenbüchern seine bisher größte Sammlung online

  • Bis 2017 werden 100 Millionen neue Dokumente digitalisiert und indexiert
  • 20 Millionen Aufzeichnungen aus Württemberg, Ostholstein und dem Elbe-Weser-Dreieck jetzt online verfügbar und nach Namen durchsuchbar
  • Historische Großereignisse und persönliche Schicksale aus vier Jahrhunderten

München – 28. Januar 2016 – Ancestry.de, der Experte für Familienforschung, stellt mit den evangelischen Kirchenbüchern pünktlich zum 10. Jubiläumsjahr der deutschen Internetseite seine bisher umfangreichste Sammlung online. Bis 2017 werden mehr als 100 Millionen Dokumente aus den Jahren 1500 bis 1900 digitalisiert und für Familienforscher und alle historisch Interessierten zugänglich gemacht. Den Anfang machen über 20 Millionen Aufzeichnungen aus den Regionen Württemberg, Ostholstein und dem Elbe-Weser-Dreieck. Über die reinen Fakten hinaus erzählen die Dokumente von historisch bedeutenden Ereignissen und Einzelschicksalen, der Hexenverfolgung eingeschlossen.

Wann hat der Ururururgroßvater wen, wo geheiratet? Wann wurde die Ururururgroßmutter wo geboren, wann und wie ist sie verstorben? Auf der Suche nach solchen Informationen wird man vor allem in den Aufzeichnungen der Kirchen fündig. Familienbücher, Geburts-, Sterbe- und Heiratsurkunden: Die einst von Pastoren der Gemeinden handschriftlich erstellten Einträge sind eine Fundgrube für Familienforscher und Historiker, für die Mehrheit im Original aber meist nur schwer lesbar. Ancestry.de macht diese historischen Dokumente jetzt für alle und jeden zugänglich und vor allem einfach zu durchsuchen und zu nutzen.

Mehr als 100 Millionen Urkunden aus vier Jahrhunderten

Bisher waren die Kirchenbücher nur auf Mikrofilm und in den Archiven der Kirchen und Gemeinden einsehbar. Dank einer Kooperation mit FamilySearch International werden sie nun von Ancestry digitalisiert, indexiert und nach und nach online gestellt. In den nächsten zwei Jahren werden so über 100 Millionen Urkunden aus den Jahren 1500 bis 1900 bearbeitet – bis dato die größte Sammlung auf Ancestry.de. Die ersten jetzt verfügbaren Dokumente sind Aufzeichnungen aus Regionen in Baden Württemberg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Die Sammlungen enthalten bis zu 400 Jahre alte Kirchenbücher aus über 1100 Gemeinden, darunter Stuttgart, Tübingen, Ulm und Aalen. Der Dreißigjährige Krieg, die Zugehörigkeit zu Schweden, die napoleonischen Kriege und die Anbindung an das Französische Kaiserreich – die mehr als 20 Millionen Aufzeichnungen bezeugen die aufregende Geschichte der Regionen.

Hexenverfolgungen in Reutlingen

Aber auch persönliche Geschichten finden sich in den Aufzeichnungen und erzählen in Geburts- und Sterbeurkunden unter anderem von der Zeit der Hexenprozesse und den Schicksalen der Angeklagten. So zum Beispiel von Magdalen Efferen, geborene Gförer aus Tübingen. Sie und ihr Mann Heinrich Efferen, Stadtrichter (1646-1662) und Bürgermeister

(1664) von Reutlingen, müssen 1665 aus ihrer Heimat fliehen. Der Grund: Gegen Magdalena wurde ein Hexenprozess angestrengt, initiiert von einem Konkurrenten ihres Gatten.

„Neben der schieren Menge an Aufzeichnungen sind es vor allem die kleinen und großen Geschichten aus mehreren Jahrhunderten, die die Sammlung der lutherischen Kirchenbücher so spannend machen“, so Nikolai Donitzky, Managing Director Deutschland und Osteuropa bei Ancestry. „Jetzt kann jeder auf diese Dokumente zugreifen und die ganze Sammlung mit

einem Mausklick durchsuchen. Ganz simpel und schnell, ohne schwer leserliche Originale suchen und entziffern zu müssen.“

Contacts